Folgende Punkte werden besonders oft angegeben, wenn ein Kind nicht oder nicht mehr gestillt werden soll. Bei näherer Betrachtung sind sie aber meist zweifelhaft:
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Der Papa möchte das Baby auch füttern?
Das Versorgen mit Nahrung ist nicht die einzige Möglichkeit sich intensiv mit dem Baby zu beschäftigen. Der Vater kann das Baby baden, Windeln wechseln, mit ihm spielen, spazieren gehen, ihm vorsingen, es im Tuch tragen, etc. und es auch einfach nur so im Arm halten und mit ihm schmusen. Außerdem vergehen die wenigen Monate in denen das Baby nur Milch bekommt recht schnell, und dann kann der Vater auch ins Füttern einsteigen.
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Flaschennahrung ist heutzutage eigentlich genauso gut wie Muttermilch?
Leider ist sie das nicht annähernd. Zwar ist künstliche Babynahrung heute um vieles besser als noch vor einigen Jahren, aber mit der Muttermilch ist sie nicht vergleichbar, wie die Hersteller auch selber zugeben. Ständig werden neue Nährstoffe in der Muttermilch entdeckt. Vor allem die Immunabwehrstoffe die sich sogar den gerade geläufigen Krankheiten in der Umgebung von Mutter und Kind anpassen können, werden nicht so bald künstlich nachgemacht werden können.
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Sie müssen bald wieder arbeiten, und denken, da lohnt es sich gar nicht erst anzufangen?
Jeder einzelne Tag, den das Baby Muttermilch erhält, ist von Vorteil. Sogar wenige Wochen oder Tage sind besser als gar keine Muttermilch. Aber davon abgesehen ist es durchaus möglich, Arbeit und Stillen zu verbinden.
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Sie möchten nicht dauernd ans Kind gebunden sein?
Muttermilch kann abgepumpt oder anders gesammelt werden, um dem Kind auch von jemand anders gegeben zu werden. Sobald das Kind ein paar Monate alt ist, muss es auch in der Regel bei Bedarf nicht sofort gestillt werden, sondern kann auch schon mal eine Weile vertröstet werden. Spätestens im zweiten Lebensjahr dann, ist in der Regel keine Stillmahlzeit mehr unbedingt erforderlich, so dass sich Mutter und Kind auch unregelmäßig längere Zeit trennen können. Mit einem Stillbaby sind Sie außerdem sehr beweglich. Außer einer Windel braucht man nicht viel einzupacken, und kann es überall mit hinnehmen.
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Sie sind krank und/oder müssen Medikamente einnehmen, die gefährlich fürs Baby sind?
Viele Ärzte neigen immer noch zur Vorsicht und raten zum Abstillen, auch wenn sie nichts genaues darüber wissen. Tatsächlich gibt es aber nur sehr wenige Medikamente, die für stillende Mütter wirklich nicht geeignet sind. In der Regel kann ein alternatives Medikament verschrieben werden. Es lohnt sich, sich genauer zu erkundigen (wir können Ihnen sagen wo)!
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Stillen macht einen schlappen Busen?
Die Beeinflussung der Busenform passiert schon durch die Schwangerschaft. Das Stillen richtet da nicht mehr viel aus; um so mehr aber ein plötzliches Abstillen (wozu auch ein nicht-stillen von Anfang an zählt), bei dem sich der Busen nicht langsam wieder auf seine neue Form einstellen kann.
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Muttermilch enthält zu viele Schadstoffe?
Die Vorteile der Muttermilch überwiegen die eventuellen Schadstoffe bei weitem. Es ist auch noch nie nachgewiesen worden, dass ein Kind durch Schadstoffe in der Muttermilch in irgendeiner Weise geschädigt worden ist. Außerdem ist die Schadstoffbelastung in den letzen Jahren stetig zurückgegangen.
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Muttermilch versorgt das Baby (spätestens) nach dem vierten Monat nicht mehr ausreichend?
Dies ist eine Weisheit die uns allein die Werbeindustrie immer wieder einreden will. Muttermilch kann bei gesunden Kindern bis zum neunten Monat als alleinige Nahrung ausreichen. Sie enthält zwar z.B. weniger Eisen als künstliche Säuglingsnahrung, dieses wird aber vom Körper des Babys wesentlich besser aufgenommen.
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Ihnen ist das Stillen (ev. mittlerweile) aus irgendeinem Grund einfach sehr unangenehm?
Wenn Ihr Unwohlsein bezüglich des Stillens sich nicht auf akute Probleme bezieht, die mit fachlicher Hilfe beseitigt werden können, ist dies sicher einer der besten Gründe, um das Stillen zu beenden. Denn eine Stillbeziehung besteht aus zwei Partnern; wenn der eine nicht mehr möchte, ist es sein gutes Recht, sie zu beenden. Je langsamer Sie abstillen, um so schonender ist es für Sie und Ihr Baby. Wenn Sie sich unsicher sind, ob oder wie Sie abstillen sollen, geben wir Stillberaterinnen Ihnen gerne Auskunft.
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